Info- und Diskussionsveranstaltung der Interessengemeinschaft Erstsprachen (IGE)

 (Diese Veranstaltung kann nur in deutscher Sprache stattfinden. Cette conférence aura lieu en allemand uniquement.)

 

Welchen Einfluss haben Erstsprachen auf die (mehrsprachige) Sprachentwicklung von Kindern?

Neue Forschungsergebnisse

Zeit: Donnerstag, 2. April 2009, 18.15 Uhr

Ort: Pädagogische Hochschule Zürich, Sihlhof: LAA019

Referierende:

·         Edina Caprez-Krompàk (Universität Zürich, Studie: Entwicklung der Erst- und Zweitsprache im interkulturellen Kontext)

·         Urs Moser (Universität Bern, Studie: Entwicklung von Sprachkompetenzen in der Erst- und Zweitsprache von Migrantenkindern, Teil des NFP 56: „Sprachenvielfalt und Sprachkompetenz in der Schweiz“)

 

Zwei neue Schweizer Studien untersuchten Fördermassnahmen in der Erstsprache bei Migrantenkindern.  Die Forschungsfragen zielten dabei unter anderem auf die Wirkungen der HSK-Kurse auf die Erstsprachenkompetenz und das Selbstbewusstsein der Schülerinnen und Schüler sowie auf deren Erwerb des Deutschen als Zweitsprache.

Edina Caprez-Krompàk und Urs Moser stellen ihre Forschungsergebnisse vor und diskutieren deren pädagogische und politische Bedeutung:

 - Was sind die Bedingungen für gute Wirkungen der Erstsprachenförderung?

 - Was lernen wir daraus für eine umfassende Schulsprachenpolitik?

 - Welche bildungspolitischen Schritte müssen erfolgen?

 Die IGE lädt alle Interessierten herzlich zu diesem Anlass ein und hofft auf eine angeregte Diskussion.

 Für die IGE

 Johannes Gruber, Projekt interkulturelle Bildung des VPOD

 

 

An die Schweizer Medien

«Erstsprachen der Kinder fördern – ein zentraler Auftrag der öffentlichen Bildung»

Donnerstag, 21. Februar 2008, 10.00 – ca. 11.30 Uhr
Käfigturm 2. Stock
Marktgasse 67, 3003 Bern

In der öffentlichen Diskussion in der Schweiz ist derzeit wiederholt die Rede von Integrationsdefiziten der MigrantInnen. Es wird betont, dass viele ungenügende Kenntnisse in den Schweizer Landessprachen (vor allem Deutsch, Französisch, Italienisch) hätten und diese besser lernen müssten. Bei aller Wichtigkeit guter Kenntnisse in der lokalen Landessprache wird nicht thematisiert und zu wenig erkannt, welches grosse Potenzial in den Sprachen der Migrantenfamilien – auch für den Wirtschaftsstandort Schweiz – steckt. Und vor allem wird ausser Acht gelassen, dass gute Kenntnisse der Erstsprache  Kindern das Erlernen der Landessprache erleichtern. Zudem kann eine gelungene Identitätsfindung in zwei Kulturen einen wesentlichen Beitrag zur privaten und beruflichen Integration und zur Gewaltprävention leisten.

Die "Interessengemeinschaft Erstsprachen", ein Zusammenschluss vieler interessierter Organisationen und Persönlichkeiten aus Bildung, Wissenschaft und Migration macht mit einem gemeinsamen Aufruf „Erstsprachen der Kinder fördern – ein zentraler Auftrag der öffentlichen Bildung“ an Politik und Öffentlichkeit auf diese Tatsachen aufmerksam und will den Beitrag ins rechte Licht rücken, den viele Sprachgemeinschaften durch selber finanzierte und organisierte Kurse in Heimatlicher Sprache und Kultur HSK schon seit langem leisten. Sie fordert die Verantwortlichen für das Bildungswesen auf, die im Sprachengesetz und dem HarmoS-Konkordat gelegten Grundlagen für die Stärkung des HSK-Unterrichts zu dessen Unterstützung zu nutzen und ihn in das öffentliche Bildungswesen zu integrieren.

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